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Freitag, 1. September 2017

DBT (fast) geschafft // Ich brauche Unterstützung

Hey hey:)

Mein Aufenthalt in der Klinik neigt sich dem Ende zu. Am Mittwoch (6.9) trete ich aus. Zehn Wochen DBT geschafft.
Es gab Hochs und Tiefs. Die wird es auch weiterhin geben und ich hoffe, dass ich doch einiges von hier mitnehmen kann.
Ich bin so hin und her gerissen, ob ich es schaffe. Ich sollte es einfach so machen, wie ich es hier gemacht habe. Tag für Tag schauen. Tag für Tag entscheiden. Wenn das nicht klappt, dann halt Stunde für Stunde. Manchmal sogar Minute für Minute.
Ich werde am Mittwoch kurz nachhause gehen und danach direkt zu meiner Schwester. Dort werde ich die nächste Zeit wohnen.

Direkt ein Tag später, also am Donnerstag, kann ich in einem Krankenhaus schnuppern gehen. Also einen Tag lang einer Pflegehilfe nachgehen, aufpassen und Fragen stellen. Wenn es mir und der Leitung passt, werde ich dann bald ein Praktikum antreten.
Ich habe ehrlich gesagt mega mega Angst davor. Generell vor all dem Neuen was kommt. Ich meine die Schule war ein Kapitel und halt immer wieder das gleiche System. Jetzt kommt etwas ganz neues. Arbeiten. Geld verdienen. Noch mehr Verantwortung...
Kennt jemand diese Angst?
Die Versagensangst. Angst Fehler zu machen. Angst allgemein etwas falsch zu machen, Zukunftsangst.
Ich muss mich immer wieder selbst beruhigen und mir sagen, dass es erst einmal ein Schnuppertag ist.

Anderes Thema: Essen

Es ist wieder ausser Kontrolle. Ich habe abgenommen. Mehr als gedacht. Durch das eine Medikament welches ich nehme, habe ich absolut keinen Appetit, geschweige denn Lust auf irgendetwas. Da kann ich mir noch so oft sagen, dass ich mir etwas gönne, ich habe einfach gar keine Lust. Nicht mal auf Schokolade oder Kuchen oder sowas.
Ich bin immer noch im Normalgewicht, aber habe mittlerweile Angst vor dem zunehmen sowie auch vor dem abnehmen. Ich habe Angst, über mehrere Monate absolut kein Bock mehr auf Essen zu haben. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich wieder sage, dass ich mehr essen muss und nicht weiter abnehmen sollte, aber es klappt einfach nicht. Sobald ich vor dem Essen sitze, macht alles zu, mir wird so richtig komisch und ich habe absolut keinen Hunger. Ich schaffe mittlerweile nicht mal mehr die halbe Portion.
Das bestärkt meine Essstörungsgedanken enorm. Die sind natürlich froh über alles was ich nicht esse, abnehme etc.
Ich bin wieder in einem totalen Zwiespalt.
Bald fahre ich nach Münster zu meinem Onkel und meiner Tante.. Da werde ich dann wieder tolle Kommentare hören.. Rippengestell etc..
Ich kann einfach nicht mehr essen. Es klappt nicht. Wenn ich es versuche, obwohl ich keinen Hunger habe, kommt sofort ein sehr unangenehmes Völlegefühl und damit dann auch der Drang, alles wieder loszuwerden..
Hat jemand eine Idee, wie ich das verändern kann? Meinen Appetit anregen kann? Meine Gedanken leiser werden? Nicht immer alles um Zahlen drehen lassen?

Ich bin über jeden Tipp dankbar.

Elli

Kommentare:

  1. Hey Elli, ich stieß gerade auf deinen Blog.
    Das Problem mit den Medis hatte ich auch mal. Mir hat es geholfen, sie zu wechseln. Ja, die Umstellung ist blöd, aber es ist oft notwendig und bei dir scheint es ja schon eine prekäre Lage zu sein. Allerdings gibt es auch Medis, die extra den Appetit anregen und das auch in geringer Dosierung. Mir fällt da gerade Mirtazapin ein, weil ich es selbst mal bekam.
    Ich hoffe, bei deinen Verwandten wird es nicht allzu schlimm.
    Alles Liebe

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  2. Hey Elli, danke für deinen Kommentar.
    Man versteht gut, was du meinst, ja. Ich finde es wichtig, dass man auch zwischen den Etiketten, die einem das eigene Leben auferlegen, unterscheidet und zwischen denen, die man von seiner Herkunft auferlegt bekommt- Beispiel kranke Eltern. Wir sind weder unsere Diagnosen/Krankheiten, wie du sagst, aber wir sind auch nicht das, woher wir kommen. Es gehört zu uns, aber es definiert uns nicht.
    Ich weiß genau, was du meinst. Ich höre das schon seit Jahren.

    Ich verstehe, dass du keinen Wechsel haben willst, man weiß nie, welche Nebenwirkungen zu den Wirkungen gehören und bis die Wirkung mal anschlägt, dauert es dann auch wieder seine Zeit- ganz zu schweigen vom Ausschleichen der Medis. Ich hoffe, dass sich die Appetitlosigkeit wirklich wieder einstellt oder dein Therapeut im Falle, dass nicht, gut reagiert. Ich drücke dir die Daumen.
    Übrigens Glückwunsch, dass du die Klinik geschafft hast. Ich hoffe, sie haben dich dort gut auf die "Außenwelt" vorbereitet.
    Alles Liebe

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