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Sonntag, 30. Juli 2017

Guten Abend meine Lieben

Ich hoffe euch gehts gut und ihr hattet ein tolles Wochenende.

Ich bin seit fast 5 Wochen in der Klinik auf der DBT Station und muss nochmal solange da sein. Ich darf während diesen 10 Wochen kein Alkohol trinken, was mir schwerer fällt als gedacht. Ich freue mich schon auf den Austritt, ich glaube das Erste was ich tun werde, ist es mir ein Somersby zu kaufen... Voll der Sinn der Sache oder.?!

Wo ist denn mein Hoch von Donnerstag&Freitag hin? Grad würde ich am liebsten wieder abbrechen. Aber hier bin ich immernoch sicherer als zuhause.
Apropo. Ich will nicht mehr nachhause. Was gibt es für Möglichkeiten?
Ich könnte bei meiner Schwester wohnen. Will ich das? Als Überbrückung wäre das sicher eine Möglichkeit, aber längerfristig kann ich es mir nicht so gut vorstellen.

Hat jemand irgendwelche spezifischen Fragen? Ich finde es immer einfacher Fragen zu beantworten, als von selbst zu schreiben.
Ich hab immernoch Ask (klick)

Gute Nacht

Mittwoch, 21. Juni 2017

Ich habe bestanden

Morgen ist es soweit. Morgen ist die Abschlussfeier meiner Schule. Ich habe tatsächlich bestanden. Die Prüfungen und die drei Jahre sind vorbei.
Als ich es erfahren habe, spürte ich nichts. Rein gar nichts! Keine Freude, keine Erleichterung. Meine Eltern weinten fast und wollten anstossen, doch ich konnte nicht. Ich wollte nicht. Ich wusste nicht wofür. Es ist mir alles so gleichgültig momentan. Ich bin emotional total vom Körper abgetrennt. Die Verbindung zwischen Kopf und Bauch ist gekappt. Morgen wird es nicht besser sein. Lachen für die Fotos, lachen, damit alle denken, dass ich Freude habe. Hab ich nicht. Nicht mal wenn ich versuche Freude zu empfinden.

Ich wollte heute eigentlich darauf achten, dass ich nicht zu viel esse.. Papa weg, Mama weg und was mach ich? Ich fresse und kotze. Hätte mich danach besser nicht auf die Waage gestellt. Also mussten noch Afm rein. Hoffe, dass mein Gewicht morgen nicht all zu hoch ist und dass ich nicht all zu aufgebläht bin und mir mein Kleid noch passt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mein Abschlusskleid in der Grösse 34 kaufe. Ich dachte noch nicht mal an eine 36. Aber hey ich habs geschafft. Immerhin das. Ich mag mein Kleid, es ist mega schön.

Ich könnte schon wieder weiterfressen.. Wieso wieso wieso?! Es lief doch so gut. Ich ass genug und nahm trotzdem ab. Mein Ziel war es vor der Klinik unter 50kg zu kommen.. Keine Ahnung ob ich dass noch schaffe. In der Klinik kann ich mich dann nicht wiegen.. Darf auch die ersten 2.5 Wochen nicht nachhause, also 2.5 Wochen ohne die Waage.. Ich werde mein Messband mitnehmen, damit ich wenigstens so schauen kann, dass mein Umfang nicht zunimmt.
Normalerweise klappt das mit dem essen in der Klinik besser. Als ich 10 Tage in der Krisenintervention war, ass ich auch normal und ich habe sogar ein wenig abgenommen gehabt.
Vor dem Abschlusslager war ich auf 50kg und danach 3kg mehr. Aber es ging gut wieder runter, darum hoffe ich, dass ich die letzten 1.5kg davon auch noch wegbekomme. Wir werden sehen.

Mein Leben sonst ist unspektakulär. Ich habe Ferien und schaue Serien. Ab und zu komme ich sogar aus meinem Zimmer raus. Ich bekomme aber nicht viel vom Tag mit. Ich existiere. Ich wache auf und bin abends wieder im Bett. Was dazwischen passiert, passiert einfach. Ich erlebe es nicht wirklich.

Einen schönen Abend noch!

Dienstag, 30. Mai 2017

Was bisher geschah...

Ich brauche kein was bisher geschah. Ich lebe dieses Leben schon 18 Jahre lang.

Relatable
Der letzte Post kam am Mittwoch 10.5.17. Einen Tag später war ich im Kriseninterventionszentrum. Da war ich schon mal und zwar im November, an dem Tag, bevor ich auf die geschlossene Station kam. Es war ein super Tag. Ich hatte es gut mit den Leuten und fühlte mich gut. Trotzdem hatte ich mega schiss, als ich am Donnerstag 11.5.17 bei meinem Therapeuten sass und er mir sagte, dass es nun wirklich Zeit wäre dorthin zu gehen. Eine ambulante Therapie reiche momentan nicht aus. Die Vorfälle der letzten Wochen sind nicht mehr verantwortbar. Ich habe trotzdem weiterhin nein sagen wollen. Ich hatte den Stress und Druck der Schule. Der Abschlussprüfungen. Immer dieses ich muss zur Schule. Ich darf nicht fehlen. Ich muss muss muss! Trotzdem hab ich nachgegeben. Er rief meiner Mutter an, weil er nicht wollte, dass ich zuerst nachhause gehe, weil ich mich sonst umentscheiden und nicht gehen könnte. Meine Mutter musste mich also abholen und mich direkt, ohne Umweg nachhause, dorthin fahren. Ich war der Meinung, dass ich nach einem Tag wieder gehen kann. War nicht so. Blieb volle zehn Tage. Also das Maximum was man dort bleiben kann. Wollte eigentlich Sonntag (21.5.17) morgens gehen, damit ich alleine zuhause bin (meine Eltern und Schwestern sind in den Zoo), aber meine Psychologin, welche ich während dieser Zeit hatte, fand diese Idee nicht sehr gut. Also blieb ich bis Sonntagabend. 
Ich habe dort viele neue, sehr tolle Menschen kennengelernt und eine gute Zeit gehabt! Im Inneren gings mir mies. Ich habe seit kürzerem ein Antidepressiva und während der Zeit im Kitz hat sich mein Empfinden und Denken einmal komplett gekehrt. In mir ist ein Gefühl der Gleichgültigkeit. Dieses Gefühl hat sich nicht nur auf die Schule und Prüfungen bezogen, nein, auch auf Freundschaften, Handy, Familie, mich selbst...
Vielleicht mach ich zum Aufenthalt dort noch einen eigenen Post. 

Naja. Jedenfall kam ich dann Sonntagabends nachhause und ging am Montag an die Matheabschlussprüfung. Es ging scheisse. Ich bin einfach nicht mehr vorhanden. Ich bin weg. Mein Körper ist noch da, aber das Ich ist irgendwie weg. Es ist schwer zum erklären.. Mitten in der Prüfung hab ich den Sinn hinterfragt. Hab mich gefragt wer ich bin, wo ich bin und was ich hier mache. Wäre fast aus der Prüfung raus gelaufen, weil ich es nicht geschnallt habe. 
Dienstag dann Deutsch. Drei Stunden einen Aufsatz schreiben... Hab von einer Kollegin Ritalin bekommen und genommen für diese Prüfung. Don't judge me.. Ich war so in der Geschichte vertieft, dass ich fast nicht mehr rausgekommen bin und dachte, ich muss in der Geschichte weiterleben. 
Am Mittwoch war dann Englisch.. Auch hier hab ich Ritalin genommen, aber es hat nicht so gewirkt wie es sollte.

Seit gestern sind die mündlichen Prüfungen dran.. Gestern hatte ich Musik.. Totales Blackout beim Vorsingen, Klatschen versaut... Ich bin gut in Musik. Wirklich.. Ich könnte das besser. Dasselbe heute. In Psychologie. Auch so ein Fach in dem ich gut war.. Ich hätte es besser gekonnt verdammte scheisse!! Ich sass da und mein Kopf fühlte sich wie so oft momentan an, als wäre er umhüllt und gefüllt mit Watte. Ich habe keinen anständigen Satz rausbekommen.. Ehrlich. Ich wollte wirklich weinen nach dieser Prüfung, weil ich es so versaut habe. Entweder lachen oder weinen. Konnte beides nicht. Bin dann durch die Gegend geirrt.

Hatte dann heute auch noch ein Vorgespräch mit der Psychologin der DBT Station. Mehr schreib ich morgen oder so dazu.. Antworte auch noch auf die Kommentare, sobald ich dazu komme.

Bis dann. 
Scheiss Gedanken. Druck. Wurde gestern schon wieder genäht. Druck. Drang. Alkohol. Gedanken. Schlafen. Für immer. 

Mittwoch, 10. Mai 2017

Struggling (TW)

Hey ihr

Ich hoffe ihr hattet einen guten Tag und jetzt einen angenehmen Abend.
Wo fange ich an? Ich hatte am Montag den Termin bei meinem Therapeuten und er hat mich für Dienstag und Mittwoch krank geschrieben, weil ich so einen Druck in mir hatte. Die Schule, all die Arbeiten, die Bücher die ich noch lesen sollte, die Lieder die ich noch auswendig lernen sollte, all das macht mich kirre. Ich wache auf und ich denke direkt daran was ich alles machen muss. Stress pur.

Ich bin dann gestern bis zum Mittag zur Schule, weil wir noch Fächer hatten, bei denen ich dachte, dass es gut wäre, wenn ich da wär.. Nach dem Mittagessen bin ich nachhause und meine Mutter hat mich direkt gefragt wie s war, wie s mir geht... Das ist echt etwas, was ich nicht haben kann! Ich reagiere dann noch gestresster als eh schon.
Ich wollte mir dann noch ein Apfel und eine Orange schneiden und ich hasse es, wenn mir jemand zuschaut wie ich mein Essen zubereite. Sie stand dann einfach hinter mir und sagte immer wieder was und ich war kurz vorm ausrasten. Ich hab gesagt, dass ich kein bock zum reden habe.. Irgendwann hat sie dann gesagt sie hat kein bock mehr und das sie jetzt raus geht und was weiss ich. Als sie also gesagt hatte, dass sie kein bock mehr hat, habe ich gesagt: dann kann ich mich ja umbringen. Ich weiss. Eigentlich total falsch. Aber ich weiss nicht. Das ist so die typische Reaktion von mir auf Abweisung. Ich hab sie doch abgewiesen?! Naja, jedenfalls hat sie dann geantwortet und zwar dann mach doch. 
Ich bin zuerst in mein Zimmer und hab nachgedacht was ich denn jetzt mache. Hab mein Rucksack genommen und bin ohne meiner Mutter was zu sagen raus. Bin zum nächsten Laden gefahren, habe Alkohol gekauft und bin zum Fluss runter. Da hab ich dann gesessen und getrunken.
Eigentlich wollte ich viel länger bleiben. Eigentlich wollte ich, dass sie sich sorgen macht..

Bin dann aber wieder nachhause und lag auf meinem Bett. Sie kommt in mein Zimmer und ich merke schon wieder, dass ich gleich ausraste.. Hatten dann noch einen Streit und als sie dann ausm Zimmer raus ist, hab ich mir gedacht scheissdrauf. Scheiss auf alles!
Hab von meinem Vater ein Xanax geklaut und hab mir überlegt die ganze Packung zu nehmen, hab ich mich nicht getraut. Hab mich dann geschnitten. Wieder. Meine Mutter rief hoch, dass sie jetzt mit dem Hund rausgeht und ich hab gesagt sie soll warten... Hab meine Tür geöffnet und gesagt, dass ich glaube, dass ich wieder nähen sollte. Sie wollte es dann anschauen.. Sie rief dem Arzt an, gab mir Bescheid das wir in 45 Min da sein sollen und ging trotzdem mit dem Hund raus (?!?!). Das machte mich irgendwie noch wütender. Nahm noch ein Xanax und hatte die Packung schon in meinem Zimmer, als meine Mutter wieder zurückkam. Hab die Packung dann wieder zu meinem Vater gelegt und mich auf mein Bett gelegen. Ich war eh schon betrunken.

Auf dem Weg zum Arzt hab ich mich so hart zusammengerissen. Wir konnten normal reden. Danke Alkohol fürs möglich machen. Was der Arzt so zu mir gesagt hat, weiss ich nicht mehr wirklich. Das Xanax wirkte und der Alkohol ja sowieso. Er fragte schon, ob er mich einweisen soll. Ich glaub ich habe gesagt, dass ich keine Zeit habe. Hab ihm zwar gesagt, dass ich am liebsten einfach sterben würde und mehr Wunden will.. Egal. Genäht und wieder nachhause.

Was dann passierte, weiss ich nicht mehr. Ich habe ein totales Blackout. Ein Filmriss. Ich habe anscheinend noch was gegessen und noch mehr getrunken. Jedenfalls hatte ich heute morgen Marmelade auf meinem Kissen und am Kopfteil vom Bett. Ich habe Nachrichten gesendet, von denen ich absolut keine Ahnung mehr habe. Mir ist eingefallen, dass ich meinem Therapeuten ein Mail geschrieben  habe.. Scheisse.
Zum Glück musste ich heute nicht zur Schule. Das hätte ich 100% nicht hinbekommen. Immerhin habe ich keinen Kater gehabt..

Ich glaube nicht, dass ich die Abschlussprüfungen schaffe. Ich schaffe gerade echt gar nichts. Zugenommen habe ich von gestern auf heute (logischerweise) auch.

Morgen hab ich wieder Therapie.. Mal sehen was er sagt.
Hab heute den Termin fürs Vorgespräch in der Klinik bekommen: 07.08.2017.
Wie soll das bis dahin noch gehen??

Samstag, 6. Mai 2017

Krise erstmal überwunden

Guten Abend ihr Lieben

Ab Dienstag hatte ich eine sehr tiefe Krise. Ich dachte wirklich, dass ich ab Dienstagabend nicht mehr leben werde. Ich wollte nicht mehr. Ich konnte mich den ganzen Tag in der Schule nicht konzentrierte, plante, sah mich sterben. Ich hatte auch immer wieder Tränen in den Augen, weil ich mit diesem Gedankenüberschuss nicht umgehen konnte. Ich schrieb meinem Therapeuten, aber über das habe ich ja im letzten Post schon geschrieben.
Am Mittwoch gings weiter. Wir haben in der Therapie darüber gesprochen und er war irgendwie süss(?). Ich war gar nicht wirklich anwesend und er hat das gemerkt und gefragt, ob ich da bin. Hab dann mit ja so halb. geantwortet. Ich habe jetzt zu der Anmeldung in einer anderen Klinik ja gesagt und er wirkte mega erleichtert und irgendwie glücklich darüber, streckte mir beide Daumen oben hin. Nur bis dahin geht es nochmal zwei Monate.

Ich überlegte mir wirklich einen Moment lang, ob ich nicht sagen soll, dass ich nicht wechseln möchte, aber dann habe ich wieder daran gedacht, dass er eine Art hat, die mich sehr an meinen Vater erinnert und ich kann das nicht auch noch in der Therapie gebrauchen.
Er hat gesagt, dass er froh ist, dass ich dann mit der neuen Therapeutin starten kann. Ich habe am Montag nochmal einen Termin bei ihm, weiss aber nicht, ob es der Letzte dann ist, oder ob ich nochmal zu ihm gehe.
Ich habe jetzt auch wieder Antidepressiva bekommen. Genau das, womit ich 2015 eine Überdosis genommen hatte 
Bin gespannt ob es mir hilft. Kann man schon nach 1-2 Tagen Nebenwirkungen spüren? Was mir aufgefallen ist, ist, dass mir beim gähnen so leicht komisch wird und das hatte ich dort 2015 auch.

Ich habe einen solchen innerlichen Stress, dass glaubt ihr nicht. In zwei Wochen starten meine Abschlussprüfungen und ich habe noch nichts dafür getan. Ich muss noch sechs Bücher lesen!! Sollte alles repetieren also Musik, Gesellschaftswissenschaften, Englisch, Psychologie, Mathematik...
In Musik muss ich dazu noch 11 Lieder vorbereiten, davon 7 auswendig. Es ist mir zu viel, ich mache einfach nichts. Ich bin blockiert. Ich bin faul. Ich wache auf und nach dem ersten Gedanken ich hoffe ich habe nicht zu viel zugenommen kommt direkt scheisse ich muss noch das, das und das machen!!!!!!!!! Sofort fängt diese innerliche Nervosität an. Denn neben dem ganzen Schulkram sollte ich noch mein Zeug für die deutsche Staatsbürgerschaft zusammen bekommen (und eine Antwort von denen -.-), dem Strassenverkehrsamt sagen, dass ich die Anmeldung zurückziehe weil die mir nur noch mehr Stress machen blahblah.
Mein Beistand hat sich auch immer noch nicht gemeldet. Es ist mir alles zu viel.

Tut mir leid, und danke falls sich das jemand durchliest.

Mittwoch war dann aus. Ende. Ich hatte noch einen riesen Zusammenbruch. Ich konnte einfach nicht mehr. War am heulen, beruhigte mich, erinnerte mich daran was ich alles machen muss und heulte wieder.

Life goes on. Irgendwie. 

Mittwoch, 3. Mai 2017

??????

03.05.17 // 17:35

Bin gespannt wie lange ich an diesem Post schreibe. Ich bin angetrunken und weiss noch nicht genau worauf dieser Post rausläuft.

Alles geht bergab. Ich hab ein Stück mehr Vertrauen in meinen Therapeut. Also naja, ich hab ihm jedenfalls gefühlte 20 Mails geschrieben. Er hat mir zurückgeschrieben, mir angerufen etc. aber irgendwie haben wir uns immer wieder verpasst. Wenn ich zurückgerufen hab, hat er nicht abgenommen und wenn er angerufen hat, hatte ich Schule oder habs so verpasst.

Apropos, kennt ihr das Lied "The Cure" von Lady Gaga? Ich hörs grad in Dauerschleife. Ich liebe es. Hier: The cure

Es gibt so viel, was ich schreiben möchte, aber mein Hirn hat grad zu viele Informationen, ich kann echt nicht mehr denken. Ihr müsstet mich mal tippen sehen, unnormal.

Wo fange ich denn an?

Das erste Mail habe ich irgendwann letzte Woche geschrieben. Hier einige Sätze daraus: "Ich kann nicht mehr. Ich mag nicht mehr. Dabei mach ich doch gar nichts."
"Ich halte es nicht mehr aus."
"Ich sehe keinen Sinn. Ich will einfach nicht mehr aufstehen und mit dem Leben konfrontiert werden."
"Wie schlau es ist diese Mail abzuschicken, weiss ich nicht.."


Es gab dann wirklich etwa insgesamt 20 Mail.. Allerdings habe ich auf die Antwort auch etwas 5 Tage gewartet. Morgen habe ich einen Termin bei ihm. Gestern wollte ich eigentlich alles beenden. Ich hatte alles geplant, bis mir in den Sinn gekommen ist, dass ich heute noch einen Vortrag habe und meine Kollegin nicht im Stich lassen kann.

Heute bin ich bin Bauchkrämpfen aufgewacht und konnte nicht frühstücken. Hab was mitgenommen. Ich denke, dass es an den Dulcolax (Abführmittel) lag, welche ich genommen habe.
Ich war so froh, als der Vortrag vorbei war.
Bin dann nachhause und habe als erstes gefressen und erbrochen, Danach selbst verletzt. Dann realisiert was ich getan habe und nach langem überlegen meinem Arzt angerufen. Die Arztgehilfin kennt meine Mutter und weiss daher auch wo ich wohne. Sie hat mich geholt und in die Praxis gefahren. Ich wurde genäht und bin dann wieder nachhause. Seither habe ich nichts gemacht ausser Alkohol getrunken und diesen Post verfasst. Bin schon echt lange dran.

Morgen habe ich einen Termin bei meinem Psychiater. Ich schäme mich für die ganzen Mail. Für mich selbst. Aber ich halte es nicht mehr aus. Ich kann nicht mehr. Ich kann so nicht weiterleben. Ich will nicht. Wie war ich vor dem ganzen Zeugs? Wie war die kleine Elli? Wie war ich vorher???? Ich würde gerne weinen, aber ich kann nicht..

Ich mag nicht mehr schreiben. Sorry.

18:14 Uhr,.

Sonntag, 23. April 2017

So viel Nichts

Heute war der Geburtstag meiner Mutter und seit gestern habe ich 1.2kg zugenommen. Wow. Das liegt an der Pizza gestern und an dem Kuchen. Ich hoffe morgen ist zumindest ein Teil wieder weg. Aber wie? Hatte heute n Cupcake und nochmal n Stück Kuchen. Hab zwar nach so ziemlich allem was ich gegessen habe, versucht zu erbrechen, aber eben. Die Betonung liegt auf versucht, denn so wirklich hat es nicht immer geklappt.
Ich friere jedesmal so krass danach, meine Hände sind eiskalt und ich fühle mich wie benebelt. Ich sitze einfach auf meinem Stuhl und weiss nicht was anfangen mit mir. Ich sollte noch so viel lernen und nebenbei eigentlich noch bei meiner Familie sein. 

Morgen fängt die Schule wieder an. Scheisse. Vor allem diese Woche wird richtig richtig kacke, denn wir haben morgen einen Test und Donnerstag. Am Donnerstag haben wir eine Matheprüfung und die besteht aus der Wiederholung von den drei letzten Jahren. Ich hätte über die Ferien eine alte Abschlussprüfung lösen sollen. Hab ich nicht. Ich hätte für die zwei Projekte was machen müssen. Hab ich nicht. Bin ich denn so faul? Ich will einfach nur schlafen und nicht mehr hier sein. Nicht mehr in die Schule müssen. Einfach nichts mehr machen. Ich mag nicht mehr. Ich will nicht mehr. Aber ich mach doch schon nichts? Mehr nichts geht irgendwie nicht. Wieso bin ich immer so erschöpft durch das viele Nichts? Es ist so viel Nichts in mir. Aber eigentlich ist alles doch so voll. Voller Gedanken über Kalorien, Essen, Nichtessen, abnehmen, dünn sein... Raubt das so viel Energie? 
Na gut.. Der erste Gedanke beim aufwachen ist ja schon bitte hab ich nicht zugenommen. 
Ich bin heute aufgewacht und war direkt so nervös innerlich, weil ich daran gedacht habe, was ich alles machen muss. Das hat innerlich direkt so einen starken Stress ausgelöst. Es brennt einfach alles in mir. Es tut so weh. Ich würde mir am liebsten den Brustkörper aufschneiden und alles rauslassen. So metaphorisch gesehen.

Ich bin fix und fertig. Ich hab das Gefühl nicht mal mehr zu existieren. Ich weiss nicht wie ich den Zustand gerade nennen soll. Vernebelt. Ich bekomme nichts mit. Müde. Schwach, Versagt.