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Donnerstag, 2. November 2017

Was soll ich denn machen..?

Hey ihr..

2 Stunden ist es her. Die letzte Fressattacke, welche natürlich auf dem Klo geendet hat. Und jetzt hab ich auch noch das Gefühl, ich hätte es verdient Abendbrot zu essen. Haha. Es ist eigentlich zum heulen und ich würde grad so gerne heulen und jemanden haben, der da ist. Niemand. Klar, ich könnte um Hilfe bitten. Könnte jemanden anrufen, aber das ist nicht dasselbe wie wenn jemand "körperlich" da ist. Was ist das denn? Verzweiflung? Angst? Nein.. ich weiss echt nicht wie ich das benennen soll.. Wie nennt man das denn? Wenn die Tränen schon ständig hinter den Augen bereit sind. Wenn es schmerzt. Wenn man alles aufgeben will. Ausgelaugt? Durcheinander? Einsam? Erschöpft? Leer? Müde? Hilflos? Ich denke alles würde zutreffen.
Ich bin natürlich auch doof und höre mir noch so super duper traurige Musik an. Ich hoffe aber, dass ich damit wenigstens mal wieder heulen könnte..
Sometimes when I close my eyes I pretend I'm alright but it's never enough..
Wisst ihr was mir auch zu schaffen macht? Ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass es mir so viel ausmacht, aber vor knapp einem Jahr (18.11.16), bin ich das erste mal in die Klinik gekommen. Das heisst, vor einem Jahr gings mir echt mies. Eigentlich tägliche Selbstverletzung, eigene Wohnung (mitm Kollegen), täglich Alkohol, manchmal gekifft, dann fing es an, dass ich immer öfter verschlief, bis spät in die Nacht wach war, probierte mit Ritalin vom Kolleg zu lernen etcetc.
Vor einem Jahr war ich noch 7-8kg schwerer als jetzt.. wow wenigstens etwas gutes am Jetzt. In sechs Tagen vor einem Jahr (08.11.16), musste ich einen Non-Suizid Vertrag unterschreiben. War zwei Stunden bei meiner damaligen Therapeutin (ich vermisse sie Abgrundtief momentan!!!). Oh hallo Tränen.
Mir geht es nicht so schlecht wie letztes Jahr, was doch eigentlich gut ist, nicht? Ich komme diesen Monat, dieses Jahr nicht mehr in die Klinik! Nein! Ich habe jetzt das Praktikum was ich machen muss. (oh Gott es macht mich fertig) Ich kann nicht schon wieder weg! Ich muss zur Arbeit. Ich muss zeigen, dass es mir gut geht. Es geht mir gut. Es muss mir gut gehen!

Es war dann übrigens doch keine Psychologin, sondern ein Psychologe. Er wäre bestimmt ein guter Psychologe für mich, aber das Praktikum zerstört auch das wieder, wegen den Terminzeiten... Ich könnte erst ab 16:30 Uhr (weil ich bestimmt nicht früher gehen "will" wegen meiner scheisse..) und das ist halt zu spät. Ich vermisse eine Vertrauensperson. Ich vermisse meine ehemalige Therapeutin. Ich bin grad echt am verzweifeln. Und das bringt mich noch mehr zum verzweifeln, denn wenn ich das sage.. wenn ich merke, dass ich an einem Punkt bin, an dem es mir echt scheisse geht.. dann ist echt nicht gut..
Aber es geht vorbei. Es wird vorbei gehen. Vermutlich lache ich in ein paar Minuten wieder über mich selbst.

Ich mag nicht mehr schreiben, auch wenn noch so sososo viel ungesagt ist.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Rückfälle

Guten Abend miteinander

Ich habe schon länger nichts mehr von mir hören lassen, tut mir leid.. Aber ich denke nicht, dass es irgendjemandem aufgefallen ist.
Bereue es jetzt schon, dass ich das zweite Somersby nicht mitgenommen habe.
Aktuelle Situation: Ich bin seit drei Wochen Praktikantin in einem Krankenhaus und habe ein Personalzimmer. Mein Arbeitsbeginn ist um 6:45 Uhr und Feierabend habe ich um ca. 15:50 Uhr. Dazwischen habe ich einmal 15 Minuten "Znünipause" und 30 Minuten Mittagspause. Ich arbeite (momentan noch) nur im Frühdienst und unter der Woche.

Essen: Fuck off! Ich hatte es doch so gut unter Kontrolle, hatte abgenommen und ja. Momentan (also unter der Woche) klappt alles sehr gut. Ich kanns ja auch gut kontrollieren, weil ich mein Essen selbst mitnehme und deshalb auch alles auf die Waage stellen kann und so weiss, wie viele Kalorien ich esse. Ich hatte vor dem Praktikum mega Angst, dass ich mein Fitbit nicht tragen kann und dann nicht weiss, wie viele Kcal ich verbrenne und so nur noch zunehme, aber habe eine Lösung gefunden und trage mein Fitbit jetzt am Bein. Das ist doch kranke Scheisse! Naja, ich weiss nicht genau wann, aber vor "ein paar" Wochen (ich glaube bei meinen Verwandten in Deutschland) haben die Fressattacken wieder begonnen.. Immer abends.. Ich habe Nutella gelöffelt und gegessen, was ich gefunden habe. Ich dachte, ich nehme xy kg zu in Deutschland, aber nein! Nichts da. Habe sogar beinahe abgenommen (ca. 200g). Dann fingen die abendlichen Fressanfälle an mehr und grösser zu werden. Mehr Nutella, mehr Süsskram, mehr mehr mehr.. Bis es dazu kam, dass ich es wieder erbrach.. Ich dachte, ich habe das unter Kontrolle, aber nein. Es ist wieder vollkommen ausser Kontrolle.. Alleine gestern Abend hatte ich drei b/p Anfälle (binge/purge). Zuerst süss, dann salzig und wieder süss. Heute hatte ich auch wieder einen.. Das schlimme ist, dass ich es nicht mal will! Ich habe weder Hunger noch Lust darauf. Zum Teil entstehen diese Anfälle aus Langeweile!! Das macht doch keinen Spass! Also wer denkt, dass das witzig sei oder toll, ist es nicht!
Nach jedem FA denke ich mir jetzt hörst du aber wieder auf! Du weisst, dass das keine Methode zum abnehmen ist! Du hast nicht mal hunger, also hör auf! Und schon bin ich wieder am Gummibärchen essen. Es ist mir ehrlich so peinlich. Ich hoffe so, dass ich es wieder reduzieren und ganz damit aufhören kann. Eigentlich wäre mein Ziel, dass ich aufhöre Kalorien zu zählen, alles abzuwiegen und mich selbst auch nicht mehr zu wiegen.. Ich nehme es mir so ziemlich jeden Abend vor, aber ich kriegs nicht hin.
Das ist doch so ne scheisse! Und ich kriegs nicht hin!

Am Mittwoch habe ich ein Erstgespräch bei einer Psychologin. Gehe nicht mehr zu meinem Psychiater, da es einfach nicht gepasst hat! Ich hatte jetzt also 3-4 Wochen keinen Termin mehr.

Es gäbe noch so so viel was gerade abgeht, aber irgendwie reicht es gerade..

Sorry das ich so verkacke!

Freitag, 1. September 2017

DBT (fast) geschafft // Ich brauche Unterstützung

Hey hey:)

Mein Aufenthalt in der Klinik neigt sich dem Ende zu. Am Mittwoch (6.9) trete ich aus. Zehn Wochen DBT geschafft.
Es gab Hochs und Tiefs. Die wird es auch weiterhin geben und ich hoffe, dass ich doch einiges von hier mitnehmen kann.
Ich bin so hin und her gerissen, ob ich es schaffe. Ich sollte es einfach so machen, wie ich es hier gemacht habe. Tag für Tag schauen. Tag für Tag entscheiden. Wenn das nicht klappt, dann halt Stunde für Stunde. Manchmal sogar Minute für Minute.
Ich werde am Mittwoch kurz nachhause gehen und danach direkt zu meiner Schwester. Dort werde ich die nächste Zeit wohnen.

Direkt ein Tag später, also am Donnerstag, kann ich in einem Krankenhaus schnuppern gehen. Also einen Tag lang einer Pflegehilfe nachgehen, aufpassen und Fragen stellen. Wenn es mir und der Leitung passt, werde ich dann bald ein Praktikum antreten.
Ich habe ehrlich gesagt mega mega Angst davor. Generell vor all dem Neuen was kommt. Ich meine die Schule war ein Kapitel und halt immer wieder das gleiche System. Jetzt kommt etwas ganz neues. Arbeiten. Geld verdienen. Noch mehr Verantwortung...
Kennt jemand diese Angst?
Die Versagensangst. Angst Fehler zu machen. Angst allgemein etwas falsch zu machen, Zukunftsangst.
Ich muss mich immer wieder selbst beruhigen und mir sagen, dass es erst einmal ein Schnuppertag ist.

Anderes Thema: Essen

Es ist wieder ausser Kontrolle. Ich habe abgenommen. Mehr als gedacht. Durch das eine Medikament welches ich nehme, habe ich absolut keinen Appetit, geschweige denn Lust auf irgendetwas. Da kann ich mir noch so oft sagen, dass ich mir etwas gönne, ich habe einfach gar keine Lust. Nicht mal auf Schokolade oder Kuchen oder sowas.
Ich bin immer noch im Normalgewicht, aber habe mittlerweile Angst vor dem zunehmen sowie auch vor dem abnehmen. Ich habe Angst, über mehrere Monate absolut kein Bock mehr auf Essen zu haben. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich wieder sage, dass ich mehr essen muss und nicht weiter abnehmen sollte, aber es klappt einfach nicht. Sobald ich vor dem Essen sitze, macht alles zu, mir wird so richtig komisch und ich habe absolut keinen Hunger. Ich schaffe mittlerweile nicht mal mehr die halbe Portion.
Das bestärkt meine Essstörungsgedanken enorm. Die sind natürlich froh über alles was ich nicht esse, abnehme etc.
Ich bin wieder in einem totalen Zwiespalt.
Bald fahre ich nach Münster zu meinem Onkel und meiner Tante.. Da werde ich dann wieder tolle Kommentare hören.. Rippengestell etc..
Ich kann einfach nicht mehr essen. Es klappt nicht. Wenn ich es versuche, obwohl ich keinen Hunger habe, kommt sofort ein sehr unangenehmes Völlegefühl und damit dann auch der Drang, alles wieder loszuwerden..
Hat jemand eine Idee, wie ich das verändern kann? Meinen Appetit anregen kann? Meine Gedanken leiser werden? Nicht immer alles um Zahlen drehen lassen?

Ich bin über jeden Tipp dankbar.

Elli

Sonntag, 30. Juli 2017

Guten Abend meine Lieben

Ich hoffe euch gehts gut und ihr hattet ein tolles Wochenende.

Ich bin seit fast 5 Wochen in der Klinik auf der DBT Station und muss nochmal solange da sein. Ich darf während diesen 10 Wochen kein Alkohol trinken, was mir schwerer fällt als gedacht. Ich freue mich schon auf den Austritt, ich glaube das Erste was ich tun werde, ist es mir ein Somersby zu kaufen... Voll der Sinn der Sache oder.?!

Wo ist denn mein Hoch von Donnerstag&Freitag hin? Grad würde ich am liebsten wieder abbrechen. Aber hier bin ich immernoch sicherer als zuhause.
Apropo. Ich will nicht mehr nachhause. Was gibt es für Möglichkeiten?
Ich könnte bei meiner Schwester wohnen. Will ich das? Als Überbrückung wäre das sicher eine Möglichkeit, aber längerfristig kann ich es mir nicht so gut vorstellen.

Hat jemand irgendwelche spezifischen Fragen? Ich finde es immer einfacher Fragen zu beantworten, als von selbst zu schreiben.
Ich hab immernoch Ask (klick)

Gute Nacht

Mittwoch, 21. Juni 2017

Ich habe bestanden

Morgen ist es soweit. Morgen ist die Abschlussfeier meiner Schule. Ich habe tatsächlich bestanden. Die Prüfungen und die drei Jahre sind vorbei.
Als ich es erfahren habe, spürte ich nichts. Rein gar nichts! Keine Freude, keine Erleichterung. Meine Eltern weinten fast und wollten anstossen, doch ich konnte nicht. Ich wollte nicht. Ich wusste nicht wofür. Es ist mir alles so gleichgültig momentan. Ich bin emotional total vom Körper abgetrennt. Die Verbindung zwischen Kopf und Bauch ist gekappt. Morgen wird es nicht besser sein. Lachen für die Fotos, lachen, damit alle denken, dass ich Freude habe. Hab ich nicht. Nicht mal wenn ich versuche Freude zu empfinden.

Ich wollte heute eigentlich darauf achten, dass ich nicht zu viel esse.. Papa weg, Mama weg und was mach ich? Ich fresse und kotze. Hätte mich danach besser nicht auf die Waage gestellt. Also mussten noch Afm rein. Hoffe, dass mein Gewicht morgen nicht all zu hoch ist und dass ich nicht all zu aufgebläht bin und mir mein Kleid noch passt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mein Abschlusskleid in der Grösse 34 kaufe. Ich dachte noch nicht mal an eine 36. Aber hey ich habs geschafft. Immerhin das. Ich mag mein Kleid, es ist mega schön.

Ich könnte schon wieder weiterfressen.. Wieso wieso wieso?! Es lief doch so gut. Ich ass genug und nahm trotzdem ab. Mein Ziel war es vor der Klinik unter 50kg zu kommen.. Keine Ahnung ob ich dass noch schaffe. In der Klinik kann ich mich dann nicht wiegen.. Darf auch die ersten 2.5 Wochen nicht nachhause, also 2.5 Wochen ohne die Waage.. Ich werde mein Messband mitnehmen, damit ich wenigstens so schauen kann, dass mein Umfang nicht zunimmt.
Normalerweise klappt das mit dem essen in der Klinik besser. Als ich 10 Tage in der Krisenintervention war, ass ich auch normal und ich habe sogar ein wenig abgenommen gehabt.
Vor dem Abschlusslager war ich auf 50kg und danach 3kg mehr. Aber es ging gut wieder runter, darum hoffe ich, dass ich die letzten 1.5kg davon auch noch wegbekomme. Wir werden sehen.

Mein Leben sonst ist unspektakulär. Ich habe Ferien und schaue Serien. Ab und zu komme ich sogar aus meinem Zimmer raus. Ich bekomme aber nicht viel vom Tag mit. Ich existiere. Ich wache auf und bin abends wieder im Bett. Was dazwischen passiert, passiert einfach. Ich erlebe es nicht wirklich.

Einen schönen Abend noch!

Dienstag, 30. Mai 2017

Was bisher geschah...

Ich brauche kein was bisher geschah. Ich lebe dieses Leben schon 18 Jahre lang.

Relatable
Der letzte Post kam am Mittwoch 10.5.17. Einen Tag später war ich im Kriseninterventionszentrum. Da war ich schon mal und zwar im November, an dem Tag, bevor ich auf die geschlossene Station kam. Es war ein super Tag. Ich hatte es gut mit den Leuten und fühlte mich gut. Trotzdem hatte ich mega schiss, als ich am Donnerstag 11.5.17 bei meinem Therapeuten sass und er mir sagte, dass es nun wirklich Zeit wäre dorthin zu gehen. Eine ambulante Therapie reiche momentan nicht aus. Die Vorfälle der letzten Wochen sind nicht mehr verantwortbar. Ich habe trotzdem weiterhin nein sagen wollen. Ich hatte den Stress und Druck der Schule. Der Abschlussprüfungen. Immer dieses ich muss zur Schule. Ich darf nicht fehlen. Ich muss muss muss! Trotzdem hab ich nachgegeben. Er rief meiner Mutter an, weil er nicht wollte, dass ich zuerst nachhause gehe, weil ich mich sonst umentscheiden und nicht gehen könnte. Meine Mutter musste mich also abholen und mich direkt, ohne Umweg nachhause, dorthin fahren. Ich war der Meinung, dass ich nach einem Tag wieder gehen kann. War nicht so. Blieb volle zehn Tage. Also das Maximum was man dort bleiben kann. Wollte eigentlich Sonntag (21.5.17) morgens gehen, damit ich alleine zuhause bin (meine Eltern und Schwestern sind in den Zoo), aber meine Psychologin, welche ich während dieser Zeit hatte, fand diese Idee nicht sehr gut. Also blieb ich bis Sonntagabend. 
Ich habe dort viele neue, sehr tolle Menschen kennengelernt und eine gute Zeit gehabt! Im Inneren gings mir mies. Ich habe seit kürzerem ein Antidepressiva und während der Zeit im Kitz hat sich mein Empfinden und Denken einmal komplett gekehrt. In mir ist ein Gefühl der Gleichgültigkeit. Dieses Gefühl hat sich nicht nur auf die Schule und Prüfungen bezogen, nein, auch auf Freundschaften, Handy, Familie, mich selbst...
Vielleicht mach ich zum Aufenthalt dort noch einen eigenen Post. 

Naja. Jedenfall kam ich dann Sonntagabends nachhause und ging am Montag an die Matheabschlussprüfung. Es ging scheisse. Ich bin einfach nicht mehr vorhanden. Ich bin weg. Mein Körper ist noch da, aber das Ich ist irgendwie weg. Es ist schwer zum erklären.. Mitten in der Prüfung hab ich den Sinn hinterfragt. Hab mich gefragt wer ich bin, wo ich bin und was ich hier mache. Wäre fast aus der Prüfung raus gelaufen, weil ich es nicht geschnallt habe. 
Dienstag dann Deutsch. Drei Stunden einen Aufsatz schreiben... Hab von einer Kollegin Ritalin bekommen und genommen für diese Prüfung. Don't judge me.. Ich war so in der Geschichte vertieft, dass ich fast nicht mehr rausgekommen bin und dachte, ich muss in der Geschichte weiterleben. 
Am Mittwoch war dann Englisch.. Auch hier hab ich Ritalin genommen, aber es hat nicht so gewirkt wie es sollte.

Seit gestern sind die mündlichen Prüfungen dran.. Gestern hatte ich Musik.. Totales Blackout beim Vorsingen, Klatschen versaut... Ich bin gut in Musik. Wirklich.. Ich könnte das besser. Dasselbe heute. In Psychologie. Auch so ein Fach in dem ich gut war.. Ich hätte es besser gekonnt verdammte scheisse!! Ich sass da und mein Kopf fühlte sich wie so oft momentan an, als wäre er umhüllt und gefüllt mit Watte. Ich habe keinen anständigen Satz rausbekommen.. Ehrlich. Ich wollte wirklich weinen nach dieser Prüfung, weil ich es so versaut habe. Entweder lachen oder weinen. Konnte beides nicht. Bin dann durch die Gegend geirrt.

Hatte dann heute auch noch ein Vorgespräch mit der Psychologin der DBT Station. Mehr schreib ich morgen oder so dazu.. Antworte auch noch auf die Kommentare, sobald ich dazu komme.

Bis dann. 
Scheiss Gedanken. Druck. Wurde gestern schon wieder genäht. Druck. Drang. Alkohol. Gedanken. Schlafen. Für immer. 

Mittwoch, 10. Mai 2017

Struggling (TW)

Hey ihr

Ich hoffe ihr hattet einen guten Tag und jetzt einen angenehmen Abend.
Wo fange ich an? Ich hatte am Montag den Termin bei meinem Therapeuten und er hat mich für Dienstag und Mittwoch krank geschrieben, weil ich so einen Druck in mir hatte. Die Schule, all die Arbeiten, die Bücher die ich noch lesen sollte, die Lieder die ich noch auswendig lernen sollte, all das macht mich kirre. Ich wache auf und ich denke direkt daran was ich alles machen muss. Stress pur.

Ich bin dann gestern bis zum Mittag zur Schule, weil wir noch Fächer hatten, bei denen ich dachte, dass es gut wäre, wenn ich da wär.. Nach dem Mittagessen bin ich nachhause und meine Mutter hat mich direkt gefragt wie s war, wie s mir geht... Das ist echt etwas, was ich nicht haben kann! Ich reagiere dann noch gestresster als eh schon.
Ich wollte mir dann noch ein Apfel und eine Orange schneiden und ich hasse es, wenn mir jemand zuschaut wie ich mein Essen zubereite. Sie stand dann einfach hinter mir und sagte immer wieder was und ich war kurz vorm ausrasten. Ich hab gesagt, dass ich kein bock zum reden habe.. Irgendwann hat sie dann gesagt sie hat kein bock mehr und das sie jetzt raus geht und was weiss ich. Als sie also gesagt hatte, dass sie kein bock mehr hat, habe ich gesagt: dann kann ich mich ja umbringen. Ich weiss. Eigentlich total falsch. Aber ich weiss nicht. Das ist so die typische Reaktion von mir auf Abweisung. Ich hab sie doch abgewiesen?! Naja, jedenfalls hat sie dann geantwortet und zwar dann mach doch. 
Ich bin zuerst in mein Zimmer und hab nachgedacht was ich denn jetzt mache. Hab mein Rucksack genommen und bin ohne meiner Mutter was zu sagen raus. Bin zum nächsten Laden gefahren, habe Alkohol gekauft und bin zum Fluss runter. Da hab ich dann gesessen und getrunken.
Eigentlich wollte ich viel länger bleiben. Eigentlich wollte ich, dass sie sich sorgen macht..

Bin dann aber wieder nachhause und lag auf meinem Bett. Sie kommt in mein Zimmer und ich merke schon wieder, dass ich gleich ausraste.. Hatten dann noch einen Streit und als sie dann ausm Zimmer raus ist, hab ich mir gedacht scheissdrauf. Scheiss auf alles!
Hab von meinem Vater ein Xanax geklaut und hab mir überlegt die ganze Packung zu nehmen, hab ich mich nicht getraut. Hab mich dann geschnitten. Wieder. Meine Mutter rief hoch, dass sie jetzt mit dem Hund rausgeht und ich hab gesagt sie soll warten... Hab meine Tür geöffnet und gesagt, dass ich glaube, dass ich wieder nähen sollte. Sie wollte es dann anschauen.. Sie rief dem Arzt an, gab mir Bescheid das wir in 45 Min da sein sollen und ging trotzdem mit dem Hund raus (?!?!). Das machte mich irgendwie noch wütender. Nahm noch ein Xanax und hatte die Packung schon in meinem Zimmer, als meine Mutter wieder zurückkam. Hab die Packung dann wieder zu meinem Vater gelegt und mich auf mein Bett gelegen. Ich war eh schon betrunken.

Auf dem Weg zum Arzt hab ich mich so hart zusammengerissen. Wir konnten normal reden. Danke Alkohol fürs möglich machen. Was der Arzt so zu mir gesagt hat, weiss ich nicht mehr wirklich. Das Xanax wirkte und der Alkohol ja sowieso. Er fragte schon, ob er mich einweisen soll. Ich glaub ich habe gesagt, dass ich keine Zeit habe. Hab ihm zwar gesagt, dass ich am liebsten einfach sterben würde und mehr Wunden will.. Egal. Genäht und wieder nachhause.

Was dann passierte, weiss ich nicht mehr. Ich habe ein totales Blackout. Ein Filmriss. Ich habe anscheinend noch was gegessen und noch mehr getrunken. Jedenfalls hatte ich heute morgen Marmelade auf meinem Kissen und am Kopfteil vom Bett. Ich habe Nachrichten gesendet, von denen ich absolut keine Ahnung mehr habe. Mir ist eingefallen, dass ich meinem Therapeuten ein Mail geschrieben  habe.. Scheisse.
Zum Glück musste ich heute nicht zur Schule. Das hätte ich 100% nicht hinbekommen. Immerhin habe ich keinen Kater gehabt..

Ich glaube nicht, dass ich die Abschlussprüfungen schaffe. Ich schaffe gerade echt gar nichts. Zugenommen habe ich von gestern auf heute (logischerweise) auch.

Morgen hab ich wieder Therapie.. Mal sehen was er sagt.
Hab heute den Termin fürs Vorgespräch in der Klinik bekommen: 07.08.2017.
Wie soll das bis dahin noch gehen??